Küchen Guide

Wissen für die Küchenplanung

Arbeitsplatten aus Granit: Die Nummer Eins der steinernen Arbeitsplatten

Allgemeines

Kratzfest, hitzebeständig und unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Er ist der Hermann Maier der Natursteine, der Muhammed Ali der Küchenarbeitsplatten – jedenfalls ein verdammt harter Brocken. Zudem noch pflegeleicht hält er Temperaturen bis zu 600 Grad Celsius aus. Da darf man im wilden Gefecht des Kochalltags den heißen Topf gerne mal drauf abstellen und das Brett beim Brotschneiden weglassen, denn Flecken und Kratzer beißen hier auf Granit.

Vor allem diese sprichwörtliche Härte und das große Farbspektrum haben ihn bei vielen KüchenplanerInnen sehr beliebt gemacht. Und auch bei der Verarbeitung kannst du mitreden. Der matte Leather-Look wirkt zwar weniger kühl als eine polierte, glänzende Oberfläche, letztere punktet aber mit exklusiver Eleganz.

Häufige Einsatzorte

Granit findet man sehr oft in Häusern und Eigentumswohnungen. Aufgrund der guten Hygienebedingungen ist er aber auch vereinzelt in der Gastronomie anzutreffen.

Pflege und Reinigung

Imprägnierung

Die meisten Arbeitsplatten aus Naturstein werden vor der Nutzung vom Fachmann mit einem Spezialmittelchen imprägniert. Vergewissere dich, dass auch das im Preis enthalten ist.

Öl und Säuren – Flecken wie in Stein gemeißelt

Aller Unverwüstlichkeit zum Trotz hat auch der Granit seine Feinde. Und diese heißen Öl und Säure. Die Regeln sind einfach: Ölflaschen immer schön wegräumen, Spuren von Frucht und Gemüse schnell wegwischen. Doch bloß keine Aufregung: Du musst jetzt nicht hektisch hinter jedem Fleck hinterherputzen. Erst nach Tagen kann es zu Verfärbungen kommen.

Vermeide aggressive Reiniger

Dieser Naturstein ist eigentlich ein sehr pflegeleichter Geselle. Ein feuchtes Tuch und ein wenig Spüli reichen meist aus, um den Flecken den Garaus zu machen. Hilft dennoch das ganze Schrubben nichts, muss man zu stärkeren Kalibern greifen.  Vermeide aber säure- oder ölhaltige Reinigungsmittel, denn diese können zusätzliche Verfärbungen herbeiführen. Der Fachhandel kann hier mit spezielle Naturstein-Reinigern weiterhelfen.

Unser Tipp

Die Farbe macht den Preis: Grau ist günstig, mit Blau wird’s teurer.
Farblich kennt Granit kaum Grenzen, werden aber umso teurer, je mehr Blauanteile enthalten sind. Besonders günstig sind Granite in Grautönen. Bevorzugen Sie jedoch eine dunkle Arbeitsfläche aus Naturstein mit granitähnlichen Eigenschaften, sollten Sie vielleicht besser mit einem Gabbro liebäugeln – beispielsweise mit dem tiefschwarzen Nero Assoluto. Dieser edle Stein wird umgangssprachlich in der Küchenbranche gerne dem Granit untergejubelt, zählt aber geologisch zur den Gabbro. Details zum Nero Assoluto

Vorteile

  • Schnitt- und kratzfest
  • Hitzebeständig
  • Langlebig
  • Unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit
  • Sehr hygienisch (geeignet für Gastro-Küchen)
  • Pflegeleicht
  • Großes Farbspektrum
  • Wirkt edel

Nachteile

  • Hochpreisig (bei hoher Qualität)
  • Wilde Muster können unruhig wirken
  • Empfindlich gegenüber Öl und Säuren
  • Helle Farben können Wasser absorbieren

Preis

Bitte Aufgepasst: Beim Hersteller erhält man Granitplatten schon ab 200 €/m². Exklusive und seltene Materialien können aber durchaus auch hunderte und sogar über tausend Euro pro Quadratmeter kosten. Die Preisgestaltung ist nicht nur abhängig von der Verarbeitung, sondern insbesondere von den herrschenden Bedingungen für und der Art und Weise des Abbaus.

Lebensdauer

5-10 Jahre10-15 J.15-30 J.

Durchschnittlich 25 Jahre