Küchen Guide

Wissen für die Küchenplanung

Allgemeines

In einer Küche dürfen Elektrogeräte natürlich nicht fehlen. Neben Funktionalität sollte man beim Kauf auch auf den Energieverbrauch achten. Da man den Geräten von außen natürlich nicht ansieht, ob sie Stromsparer oder Energiefresser sind, lohnt sich beim Kauf ein Blick auf das Energielabel. Hersteller von Großelektrogeräten sind nämlich verpflichtet, auf Kühlgeräten, Backöfen etc. deren Energieverbrauch zu kennzeichnen. So kann man beim Kauf sicherstellen, dass man ein Elektrogerät mit niedrigem Stromverbrauch kauft. Das freut den eigenen Geldbeutel und die Umwelt.

Neff Geschirrspüler S517T80X1E; Fotocredit: © Neff

Neff Geschirrspüler S517T80X1E; Fotocredit: © Neff

Das Energielabel

Energieeffizienzklassen; Fotocredit: By Acuatro Arquitectos via Wikimedia Commons (CC-BY-SA 3.0)

Energieeffizienzklassen; Fotocredit: By Acuatro Arquitectos via Wikimedia Commons CC-BY-SA 3.0

Das Label ist kaum zu übersehen: Es prangt auf großen Elektrogeräten und leuchtet in allen Farben des Regenbogens. Die Kennzeichnung soll aber keine Dekoration darstellen, sondern darüber Aufschluss geben, wie energieeffizient das Elektrogerät ist. Die Energieklassen reichen grundsätzlich von A bis G, wobei A die energiesparendsten Geräte kennzeichnet und G die Geräte mit den schlechtesten Energieeigenschaften. Daneben gibt das Label auch noch zusätzlich Informationen zu den Geräten, etwa zum Wasserverbrauch.

Um die Klassen festzustellen, wird ein fiktives Referenzgerät angenommen und dann die Leistungen des tatsächlichen Geräts in Relation dazu gesetzt. In vielen Fällen stammt das Referenzgerät aber noch aus den 90er Jahren – da im Vergleich zu den damaligen Stromfressern die aktuellen Geräte alle ein gutes Label bekommen würden, behilft man sich heute mit zusätzlichen Abstufungen der Klasse A (von A+ bis A+++). Die kleinen Plus nach dem A haben’s in sich: Ein Kühlgerät der Klasse A+ braucht nämlich doppelt so viel Strom wie eines der Klasse A+++.

Kennzeichnungspflichtige Geräte in der Küche

Im Küchenbereich werden Kühl- und Gefriergeräte, Elektrobacköfen, Dunstabzugshauben und Geschirrspüler mit einem Energielabel gekennzeichnet. Nachfolgend findest du die einzelnen Geräte und ihre Energielabel im Detail (Stand: November 2016).

Kühl- und Gefriergeräte

Bei Kühl- und Gefriergeräten gibt es die Energieeffizienzklassen A+++ bis D. Geräte, die neu auf den Markt kommen, müssen mindestens die Klasse A+ aufweisen. Ein Kühl- oder Gefriergerät der Klasse A+++ braucht nur halb so viel Strom wie eines der Klasse A+. Beim Kühlschrank-Kauf kann außerdem auf die Größe geachtet werden. Je größer der Kühlschrank, desto höher der Energieverbrauch. Auf dem Energielabel finden sich auch Angaben zu Kühl- und Gefriervolumen.

Elektrobacköfen

Auch Elektrobacköfen und Kombidampfgarer werden mit einem Energielabel versehen. Von der Pflicht ausgenommen sind dagegen bisher Dampfgarer und Kochfelder. Bei Elektrobacköfen gibt es die Klassen A+++ bis D, der Verbrauch wird zusätzlich in Kilowattstunden und bei Gasbacköfen in Megajoule angegeben. Daneben finden sich noch Angaben zur Größe des Garraums.

Dunstabzugshauben

Seit Anfang 2015 tragen auch Dunstabzugshauben ein Energielabel. Da es dieses noch nicht so lange gibt, reichen die Klassen derzeit von A bis G. Die Klassen bis A+++ werden im Laufe der Zeit noch ergänzt. Besonders interessant ist auf dem Energielabel von Dunstabzugshauben auch die Angabe über die Lautstärke. Es ist von Vorteil, schon im Vorfeld zu wissen, ob der Dunstabzug in puncto Lautstärke einem Düsenjet Konkurrenz macht. Die Angaben auf dem Label sind in Dezibel – je niedriger der Wert, desto besser (70 Dezibel entsprechen etwa der Lautstärke eines Staubsaugers).

Geschirrspüler

Bei Geschirrspülern gibt es die Energieeffizienzklassen A+++ bis D. Wie bei der Dunstabzugshaube ist auch bei diesem Energielabel die Geräuschentwicklung angegeben (auch hier gilt: je niedriger der Wert, desto besser). Darüber findet man auf dem Label Angaben zu Wasserverbrauch, Trockenwirkung und Beladekapazität. Die Trockenwirkung gibt darüber Aufschluss, wie gut das Geschirr von der Spülmaschine getrocknet wird. Die Beladekapazität wird in Maßgedecken angegeben – ein Maßgedeck umfasst einen Essteller, einen Suppenteller, einen Dessertteller, eine Tasse, eine Untertasse, ein Glas und ein fünfteiliges Tafelbesteck. Je nach Größe des Geschirrspülers werden auch noch Servierschüsseln etc. berücksichtigt.

Unsere Tipps zum Stromsparen in der Küche

  • Kühlgeräte richtig aufstellen
    Auch mit energieeffizienten Geräten kann man zusätzlich Strom sparen: Kühlgeräte sollten an einem Ort aufgestellt werden, wo sie möglichst wenig Sonne abbekommen und nicht in der Nähe einer Heizung sind. So brauchen sie sich selbst nicht noch zusätzlich abzukühlen.
  • Passendes Geschirr verwenden
    Das ideale Kochgeschirr ist maximal einen halben Zentimeter kleiner als die Herdplatte und sollte aber auch nicht mehr als einen Zentimeter darüber hinausragen. Sonst wird unnötig viel Energie benötigt, um das Geschirr zu erwärmen. Es lohnt sich auch, Geld in gutes Kochgeschirr zu investieren: Hochwertige Kochtöpfe und Pfannen haben bessere Wärmeleiteigenschaften und werden so auch schneller warm.